Mein Besuch auf der Fedcon 28 in Bonn (07.-10.06.2019)

Nachdem ich ein paar Mal auf der Comic Con in Dortmund (Bericht 1 und 2) gewesen bin und im MĂ€rz 2019 die sehr gelungene Starbase in OsnabrĂŒck besucht habe, hat es mich am Pfingstwochenende zum ersten Mal nach Bonn zur FedCon verschlagen. Ich habe schon viele Fans von der familiĂ€ren AtmosphĂ€re schwĂ€rmen hören und hatte daher schon lĂ€nger Lust, auch einmal an einer FedCon teilzunehmen. Als mich dann eine ehemalige Studentin von mir, die dem Organisationsteam angehört, ermunterte, doch einmal einen Vorschlag fĂŒr einen Vortrag auf der FedCon einzureichen und dieser schließlich auch angenommen wurde, war es dann so weit. Im Folgenden werde ich zunĂ€chst beschreiben, was ich alles erlebt habe, bevor ich in einem zweiten Schritt einen Vergleich zur Starbase und den Comic Cons in Dortmund zu ziehen versuche.

Beginnen wir mit den eingeladenen StargĂ€sten, bei denen die Schwerpunkte auf „The Expanse“ und „Star Trek: Discovery“ lagen. Anders als bei den Comic Cons hatte ich mir mal die Zeit genommen, mich in ein paar der Panels hineinzusetzen, bei denen die Schauspielerinnen und Schauspieler auf der BĂŒhne stehen und Fragen des Publikums beantworten. Das war erstaunlich witzig und interessant, was einerseits an teilweise sehr guten Fragen aus dem Publikum lag, andererseits aber auch an den schlagfertigen Antworten der Befragten. Teilweise konnte es auch sehr ernst werden, wenn etwa Dominique Tipper die Frage beantwortete, ob sie Parallelen zwischen der „people of color“-Community, der sie ja angehört, und den Beltern aus „The Expanse“ sieht, zu denen die von ihr verkörperte Naomi Nagata zĂ€hlt. (GrundsĂ€tzlich war das Panel mit Dominique aber eher lustig, da sie kaum ein Blatt vor den Mund nimmt.) Interessant war es fĂŒr mich auch Bruce Boxleitner und Kevin Sorbo zu erleben, mit denen ich ja quasi aufgewachsen bin. Als geborener Entertainer erwies sich Wilson Cruz von „Star Trek: Dicovery“, was ich in dieser Form gar nicht so erwartet hĂ€tte. Anthony Daniels (C-3PO aus Star Wars) mal live zu sehen, war natĂŒrlich auch ganz spannend. Einen vollstĂ€ndigen Überblick ĂŒber die StargĂ€ste findet Ihr hier.

Kommen wir zum Rahmenprogramm, von dem mir zumindest ein paar spannende Dinge anschauen konnte. Da immer in mehreren RĂ€umen gleichzeitig Veranstaltungen stattfinden, kann man leider nicht immer alles besuchen, was man gerne sehen wĂŒrde. Jedenfalls habe ich mir Rebecca Haars spannenden Vortrag zu „Star Trek als moderner Mythos“ und Christian Humbergs ĂŒberzeugende „Die WĂ€chter von Aquaterra„-Lesung angehört. Sehr unterhaltsam waren die Ausschnitte, die mein Warp-Core-Kollege Thorsten Walch aus seinem neuen Buch „Es lebe Star Wars“ vorgetragen hat. Ich selbst stellte schließlich – Überraschung! – die „Antikenrezeption in Star Wars und Star Trek“ vor. (Ich werde den Vortrag in KĂŒrze aufzeichnen und dann online stellen.)

Reinhard Prahl & ich

Neben den VortrĂ€gen und Lesungen gab es auch viele StĂ€nde, an denen Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Robert Corvus ihre BĂŒcher oder KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler wie Sven Kinader ihre Werke vorstellten. Hinzu kommen natĂŒrlich noch Sammler, die ihre SchĂ€tze prĂ€sentieren, sowie diverse VerkaufsstĂ€nde. Spannend fand ich, dass die ESA (European Space Agency) einen eigenen Stand hatte und auch auf der BĂŒhne einiges prĂ€sentierte. Sehr gefreut habe ich mich auch darĂŒber, dass der „Verlag in Farbe und Bunt“ u.a. mit dem bereits erwĂ€hnten Thorsten Walch sowie Reinhard Prahl, dem Organisator der Starbase, als Autoren anwesend war.

Fleißige Leserinnen und Leser meines Blogs wissen, dass ich ein Faible fĂŒr gute Cosplays habe. Auch diesbezĂŒglich hat sich die FedCon sehr gelohnt, auch wenn ich diesmal nicht so viel Zeit hatte, Photos von den zahlreichen tollen KostĂŒmen zu machen. Nichtsdestotrotz habe ich zumindest ein paar SchnappschĂŒsse machen können, die Euch hoffentlich einen kleinen Eindruck von der Vielfalt der kostĂŒmierten Besucherinnen und Besucher vermitteln. Besonders schön war es, Foe Rodens wiederzusehen, die ich 2018 auf der Comic Con in Dortmund kennengelernt habe und deren Kentauren-Roman „Der Fluch des Schlangenmenschen“ ich auf diesem Blog besprochen habe. Foe macht wirklich großartige Cosplays, die Ihr Euch auf Facebook und Instagram anschauen könnt. SelbstverstĂ€ndlich waren u.a. in Form von Lev Arris und Ramona auch ReprĂ€sentanten des Außenpostens 47 vor Ort, die ich immer wieder sehr gerne treffe. Leider weiß ich nicht von allen Cosplayerinnen und Cosplayern, die sich von mir fĂŒr mein Projekt haben photographieren lassen die Namen, sodass ich mich stellvertretend bei zwei Vulkanierinnen und bei Herakles bedanken möchte.

Als Besucher war auch mein alter Schulfreund Patrick MĂŒller auf der FedCon, der mir zwei Tage lang derart begeistert von „Babylon 5“ erzĂ€hlte, dass mir nichts anderes ĂŒbrigbleibt, als mir diese Serie noch einmal in Ruhe anzuschauen. Last but not least sind noch Kirsten und Marco zu nennen, die fĂŒr unser gemeinsames Projekt Warp-Core vor Ort waren, wo auch ein Bericht zur Fedcon erschienen ist. Von Kirsten stammt ĂŒbrigens der selbst gehĂ€klete McCoy, der mir jetzt endlich zu meinem neuen Alter Ego Dr. McCloy verhilft 😉

 

Wie hat mir die 28. FedCon nun im VerhĂ€ltnis zur Comic Con in Dortmund und zur Starbase in OsnabrĂŒck gefallen? Die Starbase war etwas Besonderes, weil es eine kleinere, unkommerzielle Veranstaltung von Fans fĂŒr Fans war und das Ganze einem guten Zweck diente. Daher war die AtmosphĂ€re sehr familiĂ€r und freundlich. Die Comic Cons in Dortmund hingegen sind kommerziell ausgerichtet und haben aufgrund des Veranstaltungsortes, den Westfalenhallen, einen gewissen Messe-Charakter. (Ich möchte das jetzt gar nicht als negativ bewerten. Es geht mir alleine um den Unterschied.) Die FedCon wĂŒrde ich als ein gesundes Mittelding bezeichnen. Durch den Veranstaltungsort, das Maritim Hotel Bonn, ist die AtmosphĂ€re wesentlich familiĂ€rer als auf der ComicCon. Schön ist auch, dass es Bereiche im und außerhalb des Hotels gibt, fĂŒr die man kein Ticket braucht, um sich zumindest ein wenig unter die Cosplayer und die weiteren Besucherinnen und Besucher mischen zu können. Überrascht hat mich, dass die StargĂ€ste teilweise ganz normal durchs Publikum laufen und dabei auch gar nicht großartig von den Fans gestört werden. Daher ist man hier recht nah an den Stars dran, wobei mir diese auch sehr von der AtmosphĂ€re angetan gewesen zu sein schienen. Essen und GetrĂ€nke habe ich persönlich als etwas teuer empfunden, doch muss man dazu sagen, dass man nicht davon abgehalten wird, seine eigene Verpflegung mitzubringen. Insgesamt betrachtet hat es mir daher sehr gut gefallen und ich werde im kommenden Jahr definitiv wieder dabei sein und mir auch die MagicCon ansehen, die dieselben Veranstalter am selben Ort organisieren.

Hier findet Ihr ĂŒbrigens noch das FedCon 2019 Closing Video, auf dem ich zu sehen bin, weil ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort planlos durch das Kamerabild gelaufen bin:

Eine Vielzahl an Bilder von der FedCon findet Ihr zwischenzeitlich schon einmal bei den Kolleginnen und Kollegen vom Außenposten 47.

 

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