Mein Besuch auf der Spring Comic Con in Dortmund (13.04.2019)

Mittlerweile gibt es bald mehr Comic Cons als man zählen kann und in Dortmund finden nun sogar schon zwei pro Jahr statt, eine im April und eine im Dezember. Bisher war ich zweimal im Dezember in Dortmund, wo der Austragungsort – die Westfalenhallen – dann fast ausschlieĂźlich fĂĽr die Con zur VerfĂĽgung standen. An diesem Wochenende war dies anders, wurden die Räumlichkeiten doch mit dem „Weekend of Hell“ geteilt, das scheinbar vom selben Veranstalter organisiert wird. Somit war gestern fĂĽr mich also alles etwas kleiner als gewohnt, was ich einerseits positiv fand, da auch nicht ganz so viele Leute da waren, was es wesentlich entspannter machte, durch die Hallen und Flure zu schlendern. Andererseits fand ich aber heftig, dass die Preise scheinbar nicht an diesen Umstand angepasst worden sind. So habe ich mein Ticket zwar aufgrund diverser FrĂĽhbucherrabatte fĂĽr 11 Euro erwerben können, doch begann der Verkauf grundsätzlich bei etwa 25 Euro, was ich noch vertretbar finde. Je näher die Con kam, desto teurer wurden die Tickets dann jedoch und lagen bald bei 35 Euro und am Ende sogar bei 50 Euro. Da hört der SpaĂź dann fĂĽr mich definitiv auf. Die Veranstaltung war gut, aber 50 Euro fĂĽr ein Tagesticket sind ein schlechter Witz. Meine Tochter (Aschenputtel) kam erfreulicherweise kostenlos hinein, da Kinder bis einschlieĂźlich 5 Jahren keinen Eintritt zahlen mĂĽssen. (Es gab dann noch diverse andere Tickets fĂĽr das gesamte Wochenende, fĂĽr Comic Con + Weekend of Hell etc.)

Tom C. Winter (mitte) und Matt Fynch (rechts) (Photo: Michael Kleu)

Nach meiner Kritik am Kommerz kommen wir zu den schönen Seiten der Con, die sich für mich immer primär in den netten und interessanten Menschen widerspiegeln, die man da wiedertreffen oder neu kennenlernen kann. So stieß ich schon gleich zu Beginn auf den gemeinsamen Stand von Matt Fynch und Tom. C. Winter, an dem ich mehrfach an diesem Samstag ein Päuschen einlegte, um mich nett mit den beiden und ihrer Unterstützung zu unterhalten. Tom hatte ich ursprünglich via Twitter kennengelernt, da wir etwa zeitgleich beim selben Verlag unsere neuesten Bücher publiziert hatten. Dementsprechend war es toll, sich auch mal in der realen Welt zu sehen, zumal ich bei dieser Gelegenheit dann gleich noch Matt kennenlernte. Ähnlich verhielt es sich eine Halle weiter mit dem Außenposten 47, einer Gruppe von Fans, die sich immer wieder große Mühe geben, etwas für gute Zwecke auf die Beine zu stellen. Auch hier kannte ich Lev Harris bereits über die sozialen Medien, habe ihn und seine Freunde aber nun zum ersten Mal real getroffen und mich mit ihnen unterhalten. Auch hier hat es mir und meiner Begleiterin Aschenputtel super gefallen.

Der AuĂźenposten 47 (Photo: Michael Kleu)

Was die Cosplayer angeht habe ich ein paar Gesichter vermisst, dafĂĽr aber ein paar wiedergetroffen, die letztes Jahr so freundlich waren, fĂĽr meinen Blog zu posieren. Selbstverständlich habe ich wieder viele neue Cosplayer kennengelernt, die ausnahmslos super freundlich waren, wie zum Beispiel Captain America und Mera, die Ihr auf dem Titelbild dieses Beitrags seht. Weitere Bilder, die aufgrund der Aufnahmeumstände auf einer Con leider keineswegs die reale Wirkung der groĂźartigen KostĂĽme wiedergeben können, seht Ihr in der Galerie weiter unten. Bemerkenswert fand ich auch, wie umgänglich durchaus berĂĽhmte Cosplayer wie Nikita Cosplay waren, wenn sie sich mit meiner Tochter aka Aschenputtel photographieren lieĂźen. GroĂźartig waren diesbezĂĽglich auch die Jawa on Tour, die sich super viel MĂĽhe mit meiner aufgrund der KostĂĽme etwas eingeschĂĽchterten Tochter gaben, sodass sie letztlich stolz wie Oskar mit einem Jawa-Autogramm durch die Hallen lief. Ich habe diese Jawas schon einmal im Dezember 2018 auf der Comic Con und vermutlich auch im März 2019 auf der Starbase getroffen, doch kann ich das nicht so genau sagen, da diese kleinen Racker sich doch alle ähneln wie ein Ei dem anderen. Ich kann Euch noch nicht einmal sagen, wie viele wuselige Jawas das letztlich ĂĽberhaupt waren … Auch andere Cosplayer gingen aktiv auf meine Tochter zu und erklärten ihr ihre KostĂĽme, wenn sie merkten, dass Aschenputtel etwas Angst bekam. Insofern kann ich die Comic Con durchaus auch als Familienveranstaltung empfehlen.

Jawa on Tour bei der Prinzessinnenbetreuung (Photo: Michael Kleu)
Arielle (Nikita Cosplay) (Photo: Michael Kleu)

Kommen wir zum Fazit: Es gibt auf den Cons einige BerĂĽhmtheiten zu sehen und man kann auch viele tolle Dinge kaufen, die das Fan-Herz höherschlagen lassen. Da ich in den 90ern aufgewachsen bin, in denen man sich nachts auf Tele 5 Kämpfe der WWF (World Wrestling Federation) anschaute, fand ich auch witzig, dass mehrere Wrestler in einem Ring Showkämpfe auffĂĽhrten, auch wenn das eigentlich fĂĽr mich nicht zwingend zu einer Comic Con gehört. Letztlich fahre ich aber dort hin, um nette Leute zu treffen. Und von denen gibt es auf solchen Conventions wirklich mehr als genug. Aschenputtel schmiedet jedenfalls schon Pläne fĂĽr die nächste Con …

Auf meinem Instagram-Profil und auf FB findet Ihr die Verlinkungen zu allen in der Galerie abgebildeten Personen. (Es kann noch ein paar Tage dauern, bis ich alle hochgeladen habe.)

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