Allein unter Trekkies – Meine Premiere bei der FedCon 29

Meine erste Convention

Gleich zu Beginn muss ich gestehen, dass Conventions bisher irgendwie komplett an mir vorbeigegangen sind. Klar, gewusst, dass es allerhand Messen und Veranstaltungen zu einer Vielzahl an Themen gibt, habe ich schon, nur teilgenommen hatte ich bisher noch an keiner. Der Besuch der diesjährigen, oder doch eigentlich letztjährigen, FedCon 2020 bedeutete also absolutes Neuland für mich. Ungewohnt aber dafür umso schöner war es auch, überhaupt mal wieder eine größere Veranstaltung zu besuchen. Das Maritim Hotel Bonn sorgte als Veranstaltungsort für einen würdigen Rahmen. Probleme, die Location zu finden, gab es im Vorfeld auch keine – irgendwann mussten wir schließlich einfach nur noch den bunten Star-Trek-Uniformen folgen, die im unmittelbaren Umkreis des Hotels stetig zunahmen.

Ein verhinderter 30. Geburtstag

Die allgemeine Freude, insbesondere nach der letztjährigen Absage, war jedenfalls überall deutlich spürbar. Gut besucht war die Veranstaltung nach meinem Empfinden ebenfalls, auch wenn ich das natürlich nicht mit den vorausgegangenen Events, die ich nicht persönlich miterlebt habe, vergleichen kann. Tatsächlich war die FedCon 2020/2021 bereits die 29. FedCon – unter normalen Umständen hätte die Convention in diesem Jahr also eigentlich einen runden Geburtstag feiern dürfen. Ein bisschen überrascht hat mich diese Zahl dann irgendwie schon, erstmals fand die FedCon im Jahr 1992, damals noch in Augsburg, statt – da war ich noch nicht einmal geboren. Laut Veranstalter ist die FedCon jedenfalls mittlerweile die größte Star-Trek- und Science-Fiction-Veranstaltung Deutschlands.

FedCon 29
Photo: Celine Derikartz

Das Fandom

Dass es bei solchen Treffen in erster Linie darum geht, Gleichgesinnte zu treffen und sich untereinander auszutauschen, wurde sofort deutlich. Mir persönlich ist bei dieser Gelegenheit, bei der Fans aus allen Teilen Deutschlands oder aber auch über die Landesgrenzen hinaus an einem Wochenende zusammenkommen, aufgefallen und erst richtig bewusst geworden, wie groß die Begeisterung für einzelne Serien und Filme wie Star Wars oder Star Trek oder für das Science-Fiction-Genre im Allgemeinen ist und in welchem Maße diese das Leben vieler Fans maßgeblich prägt und beeinflusst.

Ein Eintauchen in eine andere Welt

Gleich nach dem Betreten der Eingangshalle hatte ich das Gefühl, eine andere Welt betreten zu haben. Ich glaube, auch das ist ein Ziel solcher Conventions und ihrer Teilnehmer*innen. Ein Wochenende lang kann man unter anderen Fans völlig in die Welt der Lieblingsserie oder des Lieblingsfilms eintauchen. Es fühlt sich irgendwie an wie in einem Paralleluniversum – oder vielmehr wie in einer Parallelgalaxie. Imperiale Generäle von Star Wars fungierten als Einlasskontrolleure, zwischendurch waren immer mal wieder Droiden, Chewbacca, Jedi-Ritter und Klon-Truppen auf den Fluren unterwegs.

Die Cosplayer*innen

Beeindruckend waren für mich auch die Mühe und der Aufwand, den einige Besucher und Besucherinnen bei ihrer Kostümierung betrieben haben. Von selbstgeschneiderten Kostümen bis hin zu äußerst aufwändigen Make-ups, die mit ziemlicher Sicherheit mehrere Stunden Arbeit in Anspruch genommen haben dürften. Nicht umsonst fand am Samstag zu guter Letzt auch noch der sogenannte Costume Walk statt, um die Verkleidungen entsprechend zu würdigen.

Ein buntes Vielerlei

Interessant fand ich auch, wie weit die Thematik aufbereitet werden kann und wie immens weit die Fanliebe teilweise geht und wer und was alles auf der Convention vertreten war. Von Büchern, über Modellbauer und Requisiteure, bis hin zu offiziellen Vereinen und Organisationen, wie beispielsweise die deutsche Niederlassung der 501st Legion-Vader’s Fist, die gemäß der filmischen Vorlage organisiert und strukturiert sind.

Fedcon 29 Benjamin Stöwe
Benjamin Stöwe (Photo: Michael Kleu)

Das Veranstaltungsprogramm

Auf dem Veranstaltungsprogramm standen Lesungen, Vorträge, Trailer-Shows und auch sogenannte Panels. Diese lockeren Gespräche auf der Bühne mit Serien- und Filmdarstellern und Darstellerinnen haben es mir dabei besonders angetan. In diesem Jahr stand die FedCon sehr im Zeichen von Star Trek: Dicovery, entsprechend waren fast ausschließlich die Darstellerinnen und Darsteller dieser Serie eingeladen. Auch wenn ich nicht wirklich ein Trekkie bin und Star Trek: Discovery (bisher noch) nicht gesehen habe, fand ich es dennoch faszinierend, die Personen aus nächster Nähe zu sehen und in einem sehr persönlichen Rahmen kennenzulernen. Auch ohne filmisches Vorwissen waren alle dieser entspannten Gespräche deshalb sehr unterhaltsam und kurzweilig.

Mein persönliches Fazit

Somit war meine erste Teilnahme an einer Convention eine Erfahrung, die sich gelohnt hat und die ich gerne wiederholen werde.

FedCon 29
Photo: Michael Kleu

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